Reizdarmdiagnostik – Wenn der Darm auf der Couch liegt

Geschätzte fünf, vielleicht sogar zehn Prozent der Erwachsenen leiden unter Reizdarmbeschwerden. Die Symptome reichen von Blähungen und Schmerzen im Bauch bis zu Durchfällen und Krämpfen – vor allem aber bedeuten sie einen deutlichen Verlust an Lebensqualität. Viele Patienten haben zudem Angst, dass sich hinter den Beschwerden etwas anderes verbergen könnte. Die unspezifische Symptomatik macht die Diagnose oft schwierig – sie ist aber möglich und für eine erfolgversprechende Therapie auch unbedingt nötig.

Zur Entstehung eines Reizdarmsyndroms gibt es mehrere Hypothesen und Therorien, jedoch scheinbar nicht eine einzelnde Ursache.
In unserer Praxis bieten wir Ihnen deshalb eine strukturierte Reizdarmdiagnostik an. In mehreren Diagnoseschritten prüfen wir, ob organische Ursachen den Beschwerden zugrunde liegen. Sind diese ausgeschlossen, bieten wir Ihnen eine qualifizierte Ernährungsberatung, um Ihre Reizdarmsymptomatik zu verringern.

Mögliche Diagnoseschritte

  1. Ausführliche Anamnese
  2. Ernährungsanalyse (Ernährungstagebuch mit computergestützter Auswertung)
  3. Laboruntersuchungen
    – Basislabor (Blutbild, Funktion von Leber und Bauchspeicheldrüse, Entzündungswerte)
    – Serologie auf Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
    – Stuhluntersuchung auf Calprotectin: Marker für Entzündungen im Darm
    – Stuhluntersuchung auf Elastase 1: Marker der Bauchspeicheldrüsenfunktion (Verdauungsenzyme)
    – Kinder: Stuhluntersuchung auf Giardia labia (Würmer)
    – Atemtest auf Lactoseintoleranz (IGeL-Leistung)
    – Atemtest auf Fructosemalabsorption (IGeL-Leistung)
    – Atemtest auf bakterielle Fehlbesiedlung (IGeL-Leistung)
    – Atemtest auf Xylose/Sorbitolunverträglichkeit (IGeL-Leistung)
  4. Sonographie des Abdomen
  5. Gastroskopie mit Dünndarmbiopsien
  6. Überweisung zur Coloskopie
  7. Überweisung zum MR Sellinck (Kernspintomographie des Dünndarms)