Rote Linie – Rettet den Hambacher Forst!

Dr. Mauckner bei der Aktion "Rote Linie"

Dr. Mauckner bei der Aktion „Rote Linie“

Am 23. Oktober 2016 haben nach Polizeiangaben mehr als 1.000 Personen an der Aktion „Rote Linie“ im Hambacher Forst teilgenommen. Die Menschen wollten so ein Zeichen setzen für den Erhalt des verbliebenen Herzstücks dieses einzigartigen Waldes. Sie forderten eine Begrenzung der Rodung bis zur Trasse der ehemaligen A4. Für die „Rote Linie“ brachten die Teilnehmer alles mit, was rot ist – von Kleidung bis zu Decken und Transparenten. Die „Rote Linie“ bewegte sich auf der alten A4 zwischen der aktuellen Rodungskante und der ehemaligen Ausfahrt Kerpen-Buir.

Eindrucksvolle Bilder und Videos der Aktion finden Sie unter anderem bei Flickr, Youtube und dem Kölner Stadtanzeiger.

Der Energiekonzern RWE möchte auch diese Waldgebiete abholzen, um im Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier weiter Braunkohle zu fördern. Ab dem 01. Oktober sollen so erneut 80 Hektar (und damit rund 8.000, zum Teil über 150 Jahre alte Bäume) fallen. 80 Hektar entsprechen der Größe von 112 Fußballfeldern. Ursprünglich umfasste das Waldgebiet rund 4.500 Hektar, die zum großen Teil bereits dem Tagebau zum Opfer gefallen sind.

Ohne die Kohleförderung einstellen zu müssen, kann der Rest des Hambacher Waldes erhalten werden. Bis zur Trasse der ehemaligen A4 kann gebaggert werden, im großen Tagebauvorfeld liegen große Kohlevorräte.

Beim Hambacher Forst handelt es sich um einen so genannten Maiglöckchen-Stieleichen-Hainbuchenwald. Er dient als natürlicher Lebensraum für viele seltene und geschützte Tierarten, ist von hoher ökologischer Bedeutung und gilt daher als besonders schützenswert. Er fällt unter die Kriterien der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie.

Weitere Infos finden Sie unter http://hambacherforst.blogsport.de/

Eine Online-Petition zum Erhalt des Hambacher Waldes können Sie hier unterzeichnen.

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